Zeltbau III: Experimentelle Gegenwart
Ich bin tief davon beeindruckt, wass modernes Werkzeug beim Zeltbau leistet, besonders wenn Lunula und ich gemeinsam am Wikingerzelt arbeiten. Bisher haben sich nützlich erwiesen:
Bei Ravensgard und auf der Seite von Frojel könnt Ihr über die Originalfunde aus Oseberg und Gokstad nachlesen (in englisch).
Was mir völlig fehlt: "Authentisches" Werkzeug. Hab ' ich nicht und für mein erstes Zelt will ich auch nicht, am Ende dieses Artikels gibt es aber noch ein paar Literaturtips. Experimentelle Archäologie beim Zeltbau scheint mir außerdem wenig originell.
Mit der Stichsäge kann man gut Ecken von Brettern absägen:

Die Löcher für die Seitenstangen bohren sich mit einem 40 mm Bohrer leicht:

Ein Schwingschleifer ist wunderbar beim Rundschleifen und Kanten glätten:

Bei den runden Enden der Längsstangen, die in die 4 cm Löcher der Bretter passen müssen und dann verkeilt werden, haben wir verschiedenes getestet:
Den Beitel,

die Handraspel,

und eine Raspel am Elektrobohrer.

In der Kombination aller drei Werkzeuge geht es wohl am Besten -eine Oberfräse (?) will ich mir dann doch nicht zulegen :-)
In die Runden Enden der Längsstangen müssen Schlitze für die Keile geschnitten werden. Die beiden Enden der Schlitze haben wir mit einem 8 mm Bohrer vorgebohrt -

den Schlitz dann mit der Stichsäge ausgeschnitten -

und mit der Handfeile nachgearbeitet.

Tips 'n tricks welcome!
Zeltstoff haben wir übrigens bestellt und glücklicherweise haben liebe Bekannte eine Industrienähmaschine.......
Werkzeug aus der Wikingerzeit wurde nicht wenig ausgegraben. Der bekannteste Fund ist wohl die Werkzeugkiste aus Mästermyr, die mit vielen Zeichungen und Abbildungen dokumentiert ist:
Greta Arwidsson and Gösta Berg, The Mästermyr Find, A Viking Age Tool Chest from Gotland, Larson Publishing Company, Stockholm 1999, ISBN 0-9650755-1-6.
Schon alt (Original von 1966), aber wegen der vielen Zeichnungen von Gerätschaften aller Art immer noch begeisternd:
Die Wikinger, 3. Aufl. 1992, Burkhard-Verlag Ernst Heyer, ISBN 3-87117-000-3.
- Schwingschleifer
- Elektrobohrmaschine
- 8 mm Bohrer
- 40 mm Boher
- Bohrständer
- Stichsäge
- 130 mm und 110 mm Sägeblätter
- Beitel
- Handraspel
- Raspelvorsatz für den Elektrobohrer
- Handfeile
Bei Ravensgard und auf der Seite von Frojel könnt Ihr über die Originalfunde aus Oseberg und Gokstad nachlesen (in englisch).
Was mir völlig fehlt: "Authentisches" Werkzeug. Hab ' ich nicht und für mein erstes Zelt will ich auch nicht, am Ende dieses Artikels gibt es aber noch ein paar Literaturtips. Experimentelle Archäologie beim Zeltbau scheint mir außerdem wenig originell.
Mit der Stichsäge kann man gut Ecken von Brettern absägen:

Die Löcher für die Seitenstangen bohren sich mit einem 40 mm Bohrer leicht:

Ein Schwingschleifer ist wunderbar beim Rundschleifen und Kanten glätten:

Bei den runden Enden der Längsstangen, die in die 4 cm Löcher der Bretter passen müssen und dann verkeilt werden, haben wir verschiedenes getestet:
Den Beitel,

die Handraspel,

und eine Raspel am Elektrobohrer.

In der Kombination aller drei Werkzeuge geht es wohl am Besten -eine Oberfräse (?) will ich mir dann doch nicht zulegen :-)
In die Runden Enden der Längsstangen müssen Schlitze für die Keile geschnitten werden. Die beiden Enden der Schlitze haben wir mit einem 8 mm Bohrer vorgebohrt -

den Schlitz dann mit der Stichsäge ausgeschnitten -

und mit der Handfeile nachgearbeitet.

Tips 'n tricks welcome!
Zeltstoff haben wir übrigens bestellt und glücklicherweise haben liebe Bekannte eine Industrienähmaschine.......
Werkzeug aus der Wikingerzeit wurde nicht wenig ausgegraben. Der bekannteste Fund ist wohl die Werkzeugkiste aus Mästermyr, die mit vielen Zeichungen und Abbildungen dokumentiert ist:
Greta Arwidsson and Gösta Berg, The Mästermyr Find, A Viking Age Tool Chest from Gotland, Larson Publishing Company, Stockholm 1999, ISBN 0-9650755-1-6.
Schon alt (Original von 1966), aber wegen der vielen Zeichnungen von Gerätschaften aller Art immer noch begeisternd:
Die Wikinger, 3. Aufl. 1992, Burkhard-Verlag Ernst Heyer, ISBN 3-87117-000-3.
borre - 21. Feb, 19:55