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Authentisches Grillen

Grillen macht Spaß, ist lecker und auch wir haben es uns angewöhnt, am Aufbauabend eines Lagers leckeres Fleisch auf den Rost zu legen. Aber nur an diesem ersten Abend - und dies aus zwei Gründen: Erstens ist das Fleisch dann bestimmt noch frisch und zweitens hatten wir bisher nur einen runden Chromgrillrost vom Baumarkt. Dieses Gerät ist A-technisch eine Affenschande und daher habe ich ihn am nächsten Tag tunlichst immer verschwinden lassen.

Endlich gibt es Abhilfe!

Zum Mästermyr-Fund (Greta Arwidson und Gösta Berg: The Mastermyr Find, A Viking Age Tool Chest from Gotland, Larson Publishing Company, 1999) gehört auch ein Grillrost (exakt: fire grid). In Neustadt-Glewe gab es einen solchen zu erwerben. Praktisch zum Grillen, zum Pfannenbrotbacken, da ab dem 5 Brot auf einer Stielpfanne die Sache lästig wird, und überhaupt ein Schmuckstück:

grill3


Bei unserem gestrigen Besuch im Freilichtmuseum Oerlinghausen hing ein ganz ähnlicher Rost in der Schmiede von der Decke:

grill2


Wenn man genau hinschaut, gibt es einen Hauptunterschied: Der oerlinghausener Rost hat je vier "Kettenglieder", der unsere nur zwei. Ich habe in das o.g. Buch geguckt - OK, der Rost im Museum ist die korrektere Replik.

Trotzdem: Ich freue mich riesig über diese Verbesserung und Verschönerung unserer Feuerstelle!



"Snekkja" Hamradis (Gast) - 20. Jul, 20:10

Pfannenbrotbacken

> zum Pfannenbrotbacken, da ab dem 5 Brot auf > einer Stielpfanne die Sache lästig wird..

Lästig? Hmmm... ich habe neulich mit 2 bis 3 Pfannen gleichzeitig Fladenbrot und Fisch gebraten... den ganzen Tag, von morgens bis abends. Also lästig ist da eine dezente Untertreibung. ;-)))



Basina (Gast) - 24. Jul, 00:07

Guten Hunger...

das liest sich ja gut und ist bestimmt lecker... Hoffe habe mal die Möglichkeit das praktisch zu testen;-)



borre - 1. Aug, 22:25

Und die Größe stimmt doch!

Letztens in Herzberg sagte mir jemand, dass der Originalrost viel kleiner gewesen sei, da er ja doch in die Werkzeugkiste des Mästermyr-Fundes passen musste. Hmpf, so ein Mist.

Aber wie gesagt, man soll ja besser niemand glauben. Also flugs in die oben genannte Fundbeschreibung geguckt - und Glück gehabt: Der Rahmen misst 50 x 50 cm!

;-))



Hallveig (Gast) - 21. Okt, 08:12

So ein Blödsinn...

Wer erzählt denn so etwas???
Die Mastermyr-Truhe ist ja nur etwa 25cm (oder warens 30cm?)tief, das wäre ja ein winziger Rost gewesen ;-)
und auf dem Museumsfoto mit beiden Dingen drauf sieht man eindeutig das Größenverhältnis.
Derjenige, der so etwas erzählt, hat offenbar noch nie ein Bild davon gesehen...
Hallveig



borre - 21. Okt, 10:49

(Edit) Mästermyr-Kiste und -"Grill" auf einem Bild

Hallo Hallveig,

hier noch ein Gesamtbild:



Viele Grüße
Borre



Beate (Gast) - 23. Okt, 16:32

Zum Mästermyr-Fund gehört ein Grill. Es war keine Rede davon, dass sich der Grillrost in der Kiste befand. Da wurde noch ein bischen mehr gefunden als nur die berühmte Kiste. ;-)

http://www.vikinganswerlady.com/wood.shtml#Tools



Borre (Gast) - 23. Okt, 20:34

Genau. Da sid wir und hier ja alle einig.



Claudia (Gast) - 4. Sep, 19:25

Witzig ist, daß der Grill in der Originalpublikation als "Lampe"(!) angesprochen wird. Deshalb hängt die Reko in Oerlinghausen auch von der Decke.

Ich habe keine Ahnung, wer auf dieses schmale Brett mit der Lampe gekommen ist und warum *koppschüttel*



Beate (Gast) - 5. Sep, 06:28

Ja. die Diskussion hatte ich auch schon mal. Man machte mich drauf aufmerksam, dass der Rost eine Lampe wäre *kopfschüttel*.

Er wurde als Lichtquelle gedeutet, da man in einer Schmiede in Lau, Gotland zu Beginn des 20. Jh. einen ähnlich gefertigten Eisenrost inventarisierte. Dort diente er, herabhängend von der Decke, als Lichtquelle, indem man Feuerscheite auf den Rost legte.

Öhm... also mal ehrlich, das wär doch eine brandgefährliche Art der Beleuchtung, vor allem in einem Langhaus.



Claudia (Gast) - 5. Sep, 10:09

Das finde ich aus mehreren Gründen sinnlos und gefährlich:
1. Der Rost is zu groß, um nur mal eben als Kienspanhalter zu dienen
2. Das Ding hängt in der Gebäudemitte von der Decke. Wenn man da brennende Scheite drauflegt, fallen den Leuten, die darunter durchlaufen, glühende Kohlestückchen ins Genick (so auch in Oerlinghausen gesehen) - das ist glatter Wahnsinn!
3. Kienspanhalter kann man mit viel weniger Materialeinsatz haben und wenn man sie an der Wand befestigt, ist die Brand- oder Verletzungsgefahr auch weit niedriger.

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